Radelitos in Nicaragua

Im Oktober 2017 war es wieder einmal Zeit für den Austausch des Circus Radelito mit dem Circus Colorinto. Dafür reisten sieben Radelitos für zwei Wochen in die Kölner Partnerstadt Corinto, die an der Pazifikküste Nicaraguas in Zentralamerika liegt. Sie erlebten mitreißende Circusaufführungen, schlammige Aufforstungsmaßnahmen und aufreibende Vulkanbesteigungen.

Am Samstag, den 14.10.17 sah man am Düsseldorfer Flughafen freudige SchülerInnen und nervöse Eltern. Vierzehn Jugendliche aus Kerpen und Köln, darunter fünf unserer Radelitos, machten sich mit ihren LehrerInnen für zwei Wochen zu einem ökologischen und circensischen Projekt nach Nicaragua auf.

Nach 18 Stunden Flug bekamen wir einen sanften Einstieg in das Land in Zentralamerika. In unserer Unterkunft in Masaya kamen wir nachts bei angenehmen 22 Grad an, es gab Internet und wir schliefen in kleinen Zimmern mit Betten. Diese Art der Unterbringung sollten wir später noch zu schätzen wissen.

Auf geht`s nach Corinto

Mit kölscher Musik ging es am Montag in die Kölner Partnerstadt Corinto. Der Circo Colorinto, den Georg dort im Jahre 2005 aufgebaut hatte, begrüßte uns mit einer Circusaufführung. Hier sollten wir also die nächste Woche verbringen und gemeinsam mit den „Colorintos“, einigen SchülerInnen der Deutschen Schule aus Managua und einer Schulklasse aus Corinto zur Aufforstung der Mangroven beitragen. Unser Projekt hieß es in einer Circusshow darzustellen, die am Freitag aufgeführt werden sollte.

Also packten wir es an! Aber zunächst einmal begannen wir unser Lager einzurichten: Matratzen legen, Moskitonetze spannen…uff, ist das alles heiß hier…tatsächlich 38 Grad! Was es bedeutet, kein fließendes Wasser zu haben, lernten die Radelitos in den folgenden Tagen: Bevor man auf die Toilette geht, ist es ratsam, sich einen Eimer mit Wasser aus der Tonne zu befüllen. Und entweder man duscht sich mit einer kleinen Schüssel oder man findet sechs weitere Leute, die ebenfalls duschen wollen, denn nur dann wird für wenige Minuten der Wasserschlauch angestellt und die Duschparty in der Außendusche kann starten.

Unser Mangrovenschutzprojekt

Unser ökologisches Projekt startete mit einem Vortrag über die Mangroven von der Schulklasse in Corinto. Die Bäume der Mangrovenwälder stehen mit ihren Wurzeln im Salzwasser der Meere, was für jede andere Art von Bäumen schädlich ist. Durch ihre Lage an der Küste bieten die Mangrovenwälder dem Land und den Menschen Schutz vor Sturmflutwellen und Tsunamis. Zudem zählen die Mangrovenwälder zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. In den Kronen des Mangrovenwaldes leben Reptilien und Säugetiere. Das dichte Wurzelwerk bietet vielen Fischen, Muscheln und Krabben einen sicheren Lebensraum. Auf den Wurzeln der Bäume leben Schnecken, Algen, Austern und Krebse. Deshalb werden die Mangrovenwälder in vielen Teilen der Welt vor allem durch die Anlage und Ausweitung von z. B. Garnelenzuchten genutzt. Und in diesem tierreichen Ökosystem sollen wir schwimmen gehen? Die Panik war den SchülerInnen ins Gesicht geschrieben. Doch die Menschen in Nicaragua nutzen das Holz der Mangroven als Brennholz; die Mangrovenwälder werden großflächig abgeholzt. Das Ergebnis: Die Erträge der Küstenfischerei gehen drastisch zurück, Nicaragua verliert seinen natürlichen Schutz vor Sturmflutwellen.
Wir haben es uns also zur Aufgabe gemacht, die Mangroven ein Stück weit aufzuforsten.

Am Dienstag stiegen wir somit in kleine Fischerboote, fuhren hinaus in die Mangrovenwälder, kletterten in den Mangroven rum, um die Setzlinge abzuschütteln, schwammen zwischen den Wurzeln, um die Setzlinge einzusammeln und zählten sie im Boot. Tatsächlich können wir am Nachmittag Tausende von Setzlingen zählen und nicht weniger Schrammen an den Körpern der SammlerInnen. Und ja, die Panik war unbegründet – es war ein tolles Abenteuer.

Umso lockerer gingen wir zu unserem Treffpunkt für die gemeinsame Wiederaufforstung. Das gleich vorab: Jegliche Bilder, die man im Internet zu der Mangrovenaufforstung sieht, entsprechen nicht der Wahrheit (nun ja, man will die Menschen ja motivieren und nicht abschrecken). Wir selber fanden uns vom Fischer in den Mangrovenwäldern ausgesetzt im Schlick wieder. Bis zur Hüfte sanken wir in Matsch ein, wälzten uns darin, um die zuvor gesammelten Setzlinge nun im Meterabstand voneinander in den Boden zu stecken. Der anschließende artistische Strand- und Schwimmaufenthalt auf einer Insel ließ jedoch einige neue Schrammen vergessen.

Die Müllsammelaktion am Strand von Corinto war ein weiterer Teil unseres ökologischen Projekts. Erschreckend hierbei war jedoch, dass wir keine Stunde brauchten, um insgesamt 40 Säcke Plastikmüll zu sammeln!

Wir machen Circus

Die sonnenbrandgeplagten Radelitos waren aber trotz der ökologischen Projekte eifrig am Trainieren. Gemeinsam mit dem Circus Colorinto wurden Poi, Einrad, Akrobatik, Hula Hoop, Devil Stick, Jonglage und Mast (bestehend aus Mangrovenholz) geprobt.

Drei Stunden vor unserer großen Circusaufführung am Freitag schüttete es wie aus Eimern. Teile des Circusses standen unter Wasser. Pünktlich hörte der Regenschauer auf, pünktlich zum eigentlichen Showstart um 18:00 Uhr, begann die Produktion der Hosen für die Stelzenläufer! Cool bleiben! Dann fangen wir eben ganz im Nicaragua-Style 45 Minuten später mit der Show an.

Die Zuschauer fanden eine vermüllte Strandszene mit verdrecktem Wasser vor. Umringt von Stelzenläufern, in perfekt genähten blauen Hosen, fanden Fische Müll in einem Fischernetz – daraus entstand eine Luftakrobatik-Nummer. Die Holzfäller im Mangrovenwald jonglierten mit Keulen aus Mangrovenholz. Die Wiederaufforstung wurde von den Devilstickspielern dargestellt. Gemeinsam wurde der Müll am Strand beseitigt, sodass letztendlich der Spaß am Strand garantiert war. Die Show endete mit einer Gruppenakrobatik und spektakulären Pyramiden.

Am Sonntag begleiteten wir einen Festumzug durch die Stadt von Corinto hin zum Mangrovenfestival. Auch hier präsentierten wir Ausschnitte aus unserer Show und machten auf die Mangrovenproblematik aufmerksam.

Die Abreise aus Corinto nahte. Doch schon bald, übermorgen, würden wir gemeinsam mit unseren neuen Freunden aus Corinto nach Managua an die Deutsche Schule fahren und dort unsere Circusshow aufführen. Bis dahin machten unsere Mitstreiter aus Kerpen einen kurzen Wellnessaufenthalt und setzten Schildkröten in das offene Meer. Die Radelitos hingegen wollten sich sportlich bei einer Vulkanbesteigung betätigen.

Die Vulkanbesteigung

So fuhren wir am Montag, den 23. Oktober 2017 auf der Ladefläche eines Pick-Ups von Corinto aus zum Vulkan San Cristobal und wären fast nicht wiedergekommen. Nach einer regen- und sturmreichen Nacht auf 800 Höhenmetern hieß es um 4 Uhr morgens: Ab in die Wanderschuhe und rauf auf den San Cristobal! Im Nebel schlugen wir uns durch grünes Dickicht bis zum Fuße des 1745m hohen Vulkans. Insgesamt vier Stunden krochen wir teilweise auf allen Vieren (die bewährte Schlammmethode) das Geröll des Berges hoch. Es wurde geflucht, geschimpft, gestreikt. Es wurde motiviert und letztendlich wurde man von der Natur belohnt.

Gemeinsam mit unzähligen farbenprächtigen kleinen Kriechtieren verweilten wir einige Zeit am Krater des Vulkans. Doch der Guide machte uns Druck, sodass wir uns um 9 Uhr morgens bereits wieder auf den Rückweg machten. Das, was wir auf dem Weg hoch zu viel gelaufen sind (1m vor, einen halben Meter zurück), gewannen wir auf dem Weg runter, welcher eine Art Skifahrt darstellte. Der Guide schien es wirklich eilig zu haben; die LehrerInnen nutzten jedoch den Rückweg für Circusplanungen... und verloren dabei den Anschluss! Neun Stunden später war von den LehrerInnen immer noch keiner in Sicht. Ausgerechnet die LehrerInnen verliefen sich bei dem Abstieg so sehr, sodass sie bei Hagel, Nebel, Gewitter in hüfthohen Pflanzen saßen und um Hilfe riefen. Voller Sorge eilte ein weiterer Guide vor dem Anbruch der Dunkelheit los. Nach 12 Stunden und total durchnässt kamen die Vermissten endlich bei der Hütte an.

Unser Besuch an der Deutschen Schule in Managua

Erleichtert und vollzählig ging es am Mittwoch, den 25. Oktober 2017, mit 50 Insassen in einem ausrangierten, jedoch mit Flatscreen ausgestatteten, amerikanischen Schulbus in Nicaraguas Hauptstadt Managua. Auf dem Campus der Deutschen Schule erwarteten uns ein Pool, zur Abwechslung Speisen ohne Reis, viel Regen und einige bekannte Gesichter – schließlich sind vier der SchülerInnen aus Managua ebenfalls letzte Woche in Corinto gewesen und 15 Jugendliche noch im September bei uns an der Willy-Brandt-Schule in Köln.

Die regnerischen Tage nutzten wir für ausgiebige Trainingseinheiten mit dem Circus, sodass wir am Freitag vor 600 SchülerInnen eine tolle Show abliefern konnten. Den SchülerInnen schien es auch gefallen zu haben. Nach der Aufführung kamen wir über eine Stunde nicht aus der Turnhalle heraus, da wir so viele Autogramme geben mussten.

Finale

Unter Tränen, doch beflügelt von dem Auftritt, trennten sich die Wege der Jugendlichen aus Corinto, Managua und Köln/Kerpen. Für uns ging es zurück in unsere erste Unterkunft in Masaya, die wir nach den vergangenen zwei Wochen nun wirklich zu schätzen wussten. Die letzten zwei Tage verbrachten wir mit Ausflügen in die wunderschöne Stadt Granada, mit einer Bootstour auf dem Nicaraguasee, auf den Märkten von Masaya und auf einem wilden Halloweenumzug durch die Stadt.

Stadterkundungen, Natur, Abenteuer, Zeit zum Chillen, Anstrengung – von allem war etwas dabei. Vor allen Dingen aber viel viel Spaß, Freude und eine weitere tolle Erfahrung mit dem Circus Radelito.

Hasta la proxima! (dt. "Bis zum nächsten Mal!")

 

Radelitos in Berlin

Am Freitag, dem 14.07. saßen einige Artisten der Radelitos schon sehr früh im Zug. Die Springlinge des Zirkus Cabuwazi feierten ihr 25. Jubiläum und luden zu einem internationalen Zirkusfestival ein. Somit verbrachten vierzehn Artistinnen und Artisten von unserer Schule neun Tage lang in Berlin, besuchten Workshops von anderen Zirkussen, traten selber auf verschiedensten Bühnen auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Marzahn auf und lernten natürlich unsere Hauptstadt näher kennen. Was genau der Circus Radelito dort jeden Tag machte und erlebte, könnt ihr in den Tagesberichten nachlesen.

Tagesberichte
Freitag, den 14.07.2017: Tag 1

Wir mussten um 4 Uhr morgens aufstehen und um 5:45 an der S-Bahnhaltestelle sein. Wir fuhren über 4 Stunden nach Berlin.

Um 5:45 Uhr haben wir uns alle an der S-Bahn Holweide getroffen, ein paar Eltern sind noch ein paar Stationen mitgefahren, aber ab dem Hauptbahnhof waren wir dann mit Georg und Kirsten alleine (Philipp fuhr währenddessen mit dem Auto und unseren Requisiten nach Berlin). Die Zugfahrt war sehr cool (Kirsten und Georg sind eingeschlafen). Als wir am Berlin Ostbahnhof waren, sind wir erst mit der S-Bahn gefahren und dann mit dem Bus bis zur Jugendherberge. Als erstes war es sehr chaotisch, weil die Zimmer noch nicht frei waren. In der Zeit sind wir schonmal zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) gegangen. Hier sollen wir in den nächsten Tagen Auftritte mit dem Circus Radelito haben und an Zirkus-Workshops teilnehmen können. Als wir wieder zurück am Hostel waren, konnten wir auch in unsere Zimmer. Wir haben erstmal Betten hin und her geschoben, sodass wir ein 6er-Zimmer und ein 4er-Zimmer hatten. Als wir uns dann unten treffen wollten, hatten sich schon ein paar Kinder aus ihren Zimmer ausgesperrt und standen ohne Schuhe vor der Tür ????.

Dann gab es Abendessen: Kartoffelsuppe mit Würsten. Danach sind alle auf ihre Zimmer gegangen, natürlich hat es auch noch etwas gedauert bis wir eingeschlafen sind.

Jenna H. (nach den Sommerferien in der 7.1.2),
Pia M. (nach den Sommerferien in der 7.1.3)

Samstag, 15.07.17: Tag 2

Wir mussten heute um 8 Uhr aufstehen, danach sind wir um 8:30 zum Frühstück gegangen; es gab Brötchen, verschiedene Marmeladen, Müsli und Joghurt. Anschließend sind wir zum IGA-Gelände gegangen und mussten warten. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir weitergegangen und uns wurde alles erklärt. Wir durften uns umschauen und sind mit der Seilbahn auf den Wolkenhain gefahren. Wir überlegten, ob wir mit der Bobbahn fahren, doch dann würden wir nicht mehr pünktlich zum Auftritt der anderen Zirkusgruppen kommen. Also sind wir wieder mit der Seilbahn zurückgefahren und kamen pünktlich an. Der Circusverein Neumarkt trat als Erstes auf, dann der Circus San Pedro Piccolino aus Werl und als Letztes der Circus Sorin Sirkus aus Finnland. Doch besonders beeindruckend fanden wir den Circus Sorin Sirkus aus Finnland, der nicht nur tolle Kostüme hatte, sondern auch eine atemberaubende Aufführung präsentierte. Es war alles dabei von Einrad bis Mast und auch das Seilspringen war nicht schlecht.

Vorstellungen waren echt unvergesslich toll. Nach den Auftritten sind wir zurück zur Jugendherberge gegangen und konnten uns noch etwas ausruhen, bevor wir essen gegangen sind. Jetzt sitzen wir hier und überlegen, was wir noch schreiben sollen. Auf jeden Fall freuen wir uns auf den Auftritt, den wir morgen haben und hoffen das nichts schiefläuft.

Lena B. (nach den Sommerferien in der 6.1.4),

Pia G. (nach den Sommerferien in der 9.2.2)

Sonntag, 16.07.17: Tag 3

Heute sind wir nach dem Frühstück mit Georg zur IGA gegangen, Kirsten und Philipp sind nachgekommen, weil sie gestern noch bis halb 5 feiern waren.

In der IGA haben wir uns dann bis 2 Uhr andere Zirkusshows angeguckt. Die Weißrussen haben sich verrenkt und die Israelis haben coole Hebefiguren gemacht und hatten schicke Masken.

Dann waren wir Mittagessen. Darauffolgend haben wir uns zwei weitere Shows angesehen – von den springenden Springlingen und dem Zirkus aus Barcelona. Den Zweiten konnten wir leider nur zum Teil sehen, da wir uns bereits umziehen mussten für unseren eigenen Auftritt.

Um 16.00 Uhr waren wir, die Radelitos, dann an der Reihe und haben eine Menge Applaus bekommen. Gesehen haben wir auch die Artistenschule aus Berlin mit einer Riesenleiter-Nummer. Zum Schluss haben wir uns die Bühne für Dienstag angeschaut und dort auch etwas gespielt.

Geschrieben von Nele, Maida, Finja und Mer oder weniger Le

Montag, 17.07.17: Tag 4

Berlins city und vieles mehr

Nachdem wir um 8 Uhr gefrühstückt haben, fuhren wir mit der Buslinie 191 zur Endstation, um dann mit der U5 weiter in die Stadt zu fahren. Während wir in der Bahn saßen, erzählten wir uns Witze, wie zum Beispiel: Treffen sich zwei Haie, sagt der eine „Hi“ sagt der andere „wo“.

In der Stadt angekommen, haben wir uns zuerst von außen den Hauptbahnhof angeschaut. Folgend liefen wir am „Reißtag“ vorbei und bauten eine Pyramide.

Im Anschluss machten wir vor dem Brandenburger Tor ebenfalls ein Hebung. Ebenso liefen wir an den Gebäuden Humboldt Universität, der Oper und dem Berliner Dom vorbei.

Georg erklärte uns, dass der Circus Radelito im Schauspielhaus einen Preis gewonnen hat. Anschließend spendierten uns unser überaus großzügigen, netten und gutaussehenden Betreuer und Lehrer, wie es sich in Berlin gehört, Pommes und Bratwurst.

Nach der kleinen Pause ging es zum IGA-Gelände für die Workshops. Es gab Einrad, Akrobatik, Luftturnen und noch vieles mehr. Wir beide machten einen finnischen „China pool-workshop“ (gemeint ist wohl Chinese-Pole/Mast) mit.

Am Ende des Tages gab es noch ein leckeres Abendessen.

Geschrieben von Finn (uns offizielle auch Layne)

Dienstag, 18.07.17: Tag 5

Heute hätten wir einen freien Tag. Deswegen machten wir bei einer Rallye mit, die der Gastgeber-Zirkus organisierte.

Wir mussten zu verschiedenen Plätzen gehen und bekamen immer wieder neue Aufgaben. Als wir in der Innenstadt eine zweistündige Pause machten, bekam jeder 5 Euro und wir durften uns alles zu essen holen, was es da gab. Nach 1,5 Stunden fuhren wir weiter und bekamen ein T-Shirt, das Layne anzog, um damit „typische Berliner Sprüche“ im Zug sammelte.

Am Ende der Ralley sind wir mit allen anderen Circussen schwimmen gegangen, es hat sehr viel Freude bereitet. Nach dem Baden waren die meisten müde.

Was man sagen kann, ist, dass man sich beim Einsteigen in die Bahn beeilen sollte, da die Türen einfach zugehen und man dann alleine am Bahnhof steht und die Gruppe mit allen Tickets davonfährt und somit alle anderen schwarzfahren.

von Felix und Nick

Mittwoch, 19.07.17: Tag 6

Heute sind wir um 7:55 Uhr aufgestanden und mussten uns richtig beeilen, weil um 8 Uhr Frühstück war. Nach dem Frühstück sind wir nochmal auf unsere Zimmer gegangen und haben unsere Sachen gepackt, also Snacks, Sportsachen, Wasser und Schminke.
Danach sind wir zu IGA gegangen, was ungefähr 10 Minuten von unserem Hotel entfernt ist. Nun haben wir uns umgezogen und geschminkt für den Auftritt. Wir (Tara und Rebecca) sind mit dem Trapez aufgetreten. Die Leute haben viel applaudiert und yyyeeeyyyyyy: Unsere Nummer wurde für die Abschlussgala ausgewählt. Nach dem Auftritt mussten wir noch die anderen Nummern der verschiedenen Zirkusse, die am Zirkusfest teilnehmen, gucken. Danach sind wir essen gegangen: Es gab Klöse mit Gulasch und Rotkohl. Pia-Klein ist dann beim Essen komplett eskaliert. Nachdem wir gegessen hatten, war auch Pia-Klein wieder etwas beruhigt und wir sind mit der Seilbahn bis zur Mittelstation gefahren. Von dort aus sind wir zur Bobbahn gegangen und sind gefahren, zuerst Rebecca, dann Tara, dann Pia-Groß, danach Pia-Klein und am Ende Jenna. Nun sind wir mit der Seilbahn zurückgefahren, weil wir Workshops hatten. Rebecca nahm beim Zauber-Workshop teil, bei dem man Kartentricks und andere Sachen lernte. Tara hatte Sprungakrobatik, wo man Salto und Flick flack auf dem Airtrack lernte. Nach den Workshops sind wir zurück zum Hostel gegangen, da gab es dann um 19:00 Uhr Abendessen: Hähnchen mit Erbsen und Soße. Nach dem Essen haben wir mit allen Radelitos ein Spiel gespielt. Es gab zwei Teams und 4 Runden. Zuerst mussten wir ein Wort erklären, in der zweiten Runde sollte man die Wörter pantomimisch darstellen. In der dritten Runde durften wir nur ein Wort sagen und in der letzten Runden sollten wir ein Standbild machen. Am Ende des Spiels gab es Gleichstand, also hat keine Gruppe gewonnen bzw. verloren. Später haben dann noch ein paar von uns mit Freunden und Familie geschrieben und telefoniert. Zum Schluss kam Kirsten in unser Zimmer und hat gesagt, wir müssen schlafen und das haben wir dann auch gemacht.
 

Von Tara und Rebecca

Donnerstag, 20.07.2017: Tag 7

Für manche fing der Tag heute früh an, denn ein Blitz hatte nachts ins Hostel eingeschlagen und die Feuerwehr kam, um nach dem Rechten zu sehen. Nach dem Frühstück wollten wir uns vor dem Hostel treffen, um dann gemeinsam aufzubrechen, doch ein paar Leute ließen sich ziemlich viel Zeit und wir haben ein bis zwei Busse verpasst. Als wir dann doch irgendwann am Zelt in der Turnhalle vom Zirkus Cabuwazi Springling angekommen waren, erfuhren wir zunächst etwas über das Training bei den Springlingen, bevor wir uns den Workshops zuteilten. Jeder durfte sich nochmal einen neuen aussuchen, in dem er entweder etwas Neues lernen oder sich weiterbilden konnte. Es gab Trampolin, Einrad, Rola Bola, Zaubern, Rope Skipping, Cyrrad, Partnerakrobatik, Sprungakrobatik und noch vieles mehr. Um 12 Uhr haben sich dann alle versammelt und sind gemeinsam zum IGA-Gelände gefahren, wo wir Mittag gegessen haben. Anschließend fanden die Proben für die Abschlussgala statt.

(Maida, Finja, Mer oder weniger Le, Finja)

Freitag, 21.07.17: Tag 8

Heute muss ich leider nochmal den Tagesbericht schreiben, da ich als Einziger aus der Gruppe mein Radelito-Shirt nicht anhatte. Und das bei der großen Abschlussshow! Die war nämlich heute.

Die Proben am Mittag waren noch gut, doch der Auftritt in der Show war mit einer gerissenen Diaboloschnur und dem verpatzten Abschlusstrick nicht das Gelbe vom Ei. Wir bekamen trotzdem viel Applaus. Zum Abschluss der Show sollten nochmal alle Zirkusse des Festivals auf die Bühne. Leider waren wir die einzige Gruppe, die die Verbeugung verpennt hat. Trotzdem war es ein super Tag:
Das Abschlussbuffet war richtig lecker. Alle haben zusammen getanzt – einfach super. Jede Gruppe hat zum Abschluss der Zirkusfestivals einen Pokal bekommen.

Insgesamt hatten wir mega spannende Tage in Berlin. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Zirkusfestival!

Von Felix